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Sonstiges: TURKEY a la TURKEY – der Skipper kocht … oder: all is lost mit Mayonnaise


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ZUTATEN:

Man gehe in Göcek oder Fethie auf den Markt und kaufe einen Truthahn von ca. 4 kg, zwei Flaschen Raki und ein großes Glas Mayonnaise (wichtig, s.u.!). Sodann werden noch ca. 1,5 Kg Kartoffeln, Salz, Oliven und Speckstreifen benötigt.

DSC_0040VORBEREITUNG:

Man wähle eine ruhige Ankerbucht mit ausreichend Platz zum Schwoien (wichtig, s.u.!). Falls nicht vorhanden, ggf. Land-Leinen ausbringen. Sodann bestimme man eine Ankerwache, einen Stellvertreter, der für den Zeitraum, in dem der Skipper in der Kombüse fuhrwerkt, dessen Aufgaben übernimmt (wichtig, s.u.!), und schicke den Rest der Crew auf Freiwache. Sundowner ausgeben lassen … Vorsicht: Der Raki ist nur zum Kochen, nicht für die Crew. (wichtig, s.u.!)

_AGP6759Das Festmachen an einem Restaurantsteg ist wegen der zu erwartenden Kochausdünstungen bei gleichzeitig ausbleibendem Restaurantumsatz nicht zu empfehlen.

KOCH-PROZEDUR IN 12 SCHRITTEN:

1. Man fülle den Truthahn mit Oliven, belege ihn mit Speck und schnüre ihn mit nicht oder nur leicht geharztem Takelgarn zusammen. Sodann salzen, etwas pfeffern und sparsam (wichtig, s.u.!) mit Raki beträufeln. Kartoffeln schälen, würfeln und mit in die Kasserolle geben. Ofen in der Pantry auf 200° C vorheizen, ein Glas Raki einschenken und auf Rasmus und ein gutes Gelingen trinken.

2. Nun den Truthahn in Backröhre schieben. 2 weitere Glas Raki einschenken und nochmals auf ein gutes Gelingen trinken.

_AGP67503. Thermostat nach 20 Min. auf 250° C stellen, damit es ordentlich brummt. 3 weitere Raki einschenken und verhaften – Prost.

4. Nach halbern einer Stunde öffnen, wenden un Braten überwachn. Da jetzt viel heiße Luft in der Pantry ist, Raki-Flasche ergreifn un sich nochmals ordnlicht ein in die Binde kippn.

5. Swischendurch an Deck kleddern un frische Luftt schnabbn. Nich von seldsames Geglotze und Gekicher vonne Crew kirre machen lassn. Lieber fragn obb da Anka noch träch.
P1050829Geggflls. über Bord pinkeln. (Vorsich mit die Nachbarlieger!). Nacher weiteren albernen Sschunde langsamm wieder unter Deck und bis zzum Ofen hinschlendern und mit der Trute eine Halse fahn. Auf achtern, sisch nisch die verdammde Hand zu verbrennen an der Schaiss-Ohfendür. Könnde nämlich haiß sein! Feddspritzza akkurat abwischn …

6. Sisch wieder ffünff odda siebn Raggi – Mist, erste Flasche leer, swaide aufmachn –  inn Glas schüddn unn dann unn sooo. Steckschoddn und Schiebeluken dichtmachn, ums dumme Gesülse vonne Crew nichmehr hörn su müssn.

P10508007. Di Drute wähhrend dreii Schtunndn (is ja nu auch eegaal) waidervabrenn lassn.

8. Nochma szehn Minuden an Deck zun Pinkeln. Vorsich! Nich dabei üban Seesaun im Wasser fällt. Lieba fesshalden an irgndn son Schnur Zeugs. Nach’n Pinkeln der Crew suwinkn, die midn Dingybumsy schon längs zun Land rüber sind und da in Ressaurang sitzn. Danach, wenn iergenswiee möschlich, schmerzfrei n Niedergang runder schdürzen, ssum Truthuhn hinkriechen unn den Ohwn aus’m Viech szziehn.

9. Nomma n Schlugg genehmischn biss swaide Flasche leer, un anschliessnd nochma fasuchn das schwarze Biest raussugriegn.
_AGP676610. Nu den fadammt’n Vochel vom Boden aufklabustern unn uff ner Bladde hinrichten. Schaisse auffbassn! Nich ausrutschen auffn schaissfettischn Kon … Kombusen … büsnboddn. Wenn sisch drossdem nisch fameidn lässt, nommal fasuchn Aufssschdehn oder so hahahahasallwsjaseeh – issjaauchschaissegaaal !!!!

11. Sodann ein wenig schlafen und träumen, dass die Crew die Sauerei beseitigt.

12. Am nächsten Morgen die nicht verbrannten Teile des Truthahns kalt und mit Mayonnaise essen. Guten Appetit!

DSC_0028JvdB am 01.04. 2014 (wichtig, s.o.!)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jan von der Bank - 2. April 2014

Übrigens auch erschienen auf http://www.segereporter.com – mit „Werbung“ für unsere SWF-Seite … weswegen wir Gestern die bisher meisten Besucher hatten ;.)

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